Hamburger Weihnachtsschnitten – traditionelles Festtagsgebäck aus dem Norden

Hamburger Weihnachtsschnitten sind ein klassisches Gebäck aus dem Norden Deutschlands, das auf keiner Kaffeetafel in der Adventszeit fehlen darf. Sie verbinden einen würzigen Mürbeteigboden mit fruchtigem Beerengelee und einer zarten Mandel-Baiser-Schicht, die beim Backen leicht karamellisiert. Das Ergebnis sind kleine, saftige Schnitten, die süß, fruchtig und aromatisch zugleich sind – perfekt für Weihnachten oder festliche Anlässe.

Dieses traditionelle Rezept ist ideal für alle, die die norddeutsche Weihnachtsbäckerei lieben und Wert auf hochwertige, saisonale Zutaten legen. Der Mürbeteig ist würzig durch Kardamom, Zimt und Nelken, während die Beerenfüllung eine fruchtige Frische beisteuert. Die Mandel-Baiser-Schicht rundet die Schnitten perfekt ab und sorgt für eine leichte Knusprigkeit.

In diesem Artikel zeige ich Schritt für Schritt, wie du Hamburger Weihnachtsschnitten zubereitest, gebe Tipps für perfekte Konsistenz und Geschmack, erkläre die Rolle jeder Zutat und beantworte häufige Fragen rund ums Backen.

Zutaten für ca. 24 Stück

Boden:

  • 250 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 1 Messerspitze gemahlener Kardamom
  • 1 Messerspitze gemahlener Zimt
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • Abrieb von ½ Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 175 g kalte Butter, in Stückchen
  • 3 Eigelb

Belag:

  • 250–300 g dunkles Beerengelee (z. B. Brombeer oder schwarze Johannisbeere)
  • 3 Eiweiß
  • 1 EL Zitronensaft
  • 220 g Puderzucker
  • 75 g gemahlene Mandeln

Die Rolle der Zutaten

Mehl – Basis für den Boden

Mehl bildet die Grundlage des Mürbeteigs und sorgt für Stabilität.

Butter – für Zartheit und Aroma

Kalte Butter sorgt dafür, dass der Boden mürbe und leicht bröselig wird.

Zucker und Gewürze – weihnachtliche Aromen

Zucker süßt den Teig, während Kardamom, Zimt und Nelkenpulver für den typischen weihnachtlichen Geschmack sorgen. Zitronenabrieb verleiht Frische.

Eigelb – Bindung und Struktur

Eigelb sorgt dafür, dass der Teig zusammenhält und eine samtige Konsistenz bekommt.

Beerengelee – fruchtiger Belag

Das Gelee liefert Säure, Süße und fruchtige Frische, die perfekt zu den würzigen Gewürzen passt.

Eiweiß, Puderzucker und Mandeln – Baiser-Topping

Eiweiß wird mit Zucker steif geschlagen und mit Mandeln vermischt, um eine leichte, knusprige Schicht auf dem Gelee zu bilden. Zitronensaft stabilisiert das Eiweiß und verstärkt den Geschmack.

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

1. Ofen vorbereiten

  • Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder eine rechteckige Backform einfetten.

2. Mürbeteig zubereiten

  1. Mehl, Zucker, Gewürze, Zitronenabrieb und Salz in einer Schüssel vermengen.
  2. Kalte Butter in Stückchen hinzufügen und mit den Fingerspitzen oder einem Teigmischer einarbeiten, bis die Masse krümelig ist.
  3. Eigelb hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, damit der Teig mürbe bleibt.
  4. Den Teig auf das vorbereitete Blech drücken oder ausrollen und gleichmäßig verteilen.

3. Beerengelee auftragen

  • Das dunkle Beerengelee gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden verteilen.

4. Baiser vorbereiten

  1. Eiweiß mit Zitronensaft steif schlagen.
  2. Nach und nach Puderzucker einrieseln lassen, bis eine glänzende, feste Masse entsteht.
  3. Gemahlene Mandeln vorsichtig unterheben.

5. Baiser auf dem Gelee verteilen

  • Die Baisermasse gleichmäßig über das Gelee streichen.

6. Backen

  • Die Schnitten im vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten backen, bis die Baiser-Mandel-Masse leicht goldbraun ist.
  • Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

7. Schneiden und servieren

  • Nach dem Abkühlen in rechteckige Schnitten schneiden.
  • Auf einem Gitter aufbewahren oder dekorativ auf einer Platte servieren.

Serviervorschläge

  • Mit einer Tasse Kaffee oder Tee in der Adventszeit
  • Als Mitbringsel für Weihnachten oder festliche Feiern
  • Mit Puderzucker bestäubt oder mit frischen Beeren dekoriert
  • Ideal auf einer Dessertplatte neben Plätzchen und Lebkuchen

Tipps für perfekte Hamburger Weihnachtsschnitten

  • Mürbeteig gut kühlen: Lässt sich leichter verarbeiten.
  • Eiweiß steif schlagen: Für ein luftiges, stabiles Baiser.
  • Nicht zu lange backen: Baiser soll leicht goldbraun sein, sonst wird es trocken.
  • Gelee dünn auftragen: Zu viel Gelee kann den Boden durchweichen.
  • Schnitte erst nach Abkühlen schneiden: Sonst zerbricht das Baiser.

Variationsmöglichkeiten

Mit anderen Früchten

  • Himbeergelee oder Johannisbeergelee passen ebenfalls gut.

Mit Nüssen

  • Mandeln durch Haselnüsse oder Walnüsse ersetzen.

Schokoladige Variante

  • Nach dem Backen leicht mit Zartbitterschokolade bestreichen.

Gewürze variieren

  • Etwas Muskatnuss oder Anis für ein anderes Aroma hinzufügen.

Lagerung

  • In einer Keksdose: Trocken und dunkel aufbewahren, bis zu 1–2 Wochen haltbar.
  • Nicht luftdicht verschließen: Baiser bleibt sonst nicht knusprig.
  • Serviertipp: Vor dem Servieren Zimmertemperatur annehmen lassen, so entfalten sich die Aromen besser.
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Hamburger Weihnachtsschnitten – traditionelles Festtagsgebäck aus dem Norden


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  • Author: MORAD
  • Total Time: 55 Minuten
  • Yield: Ca. 20 Schnitten

Description

Die Hamburger Weihnachtsschnitten sind ein klassisches norddeutsches Festtagsgebäck. Ein aromatischer Boden kombiniert mit fruchtigem Beerengelee und einer leichten Mandel-Baiser-Schicht macht diese Schnitten besonders festlich.


Ingredients

  • Boden: 250 g Mehl, 75 g Zucker, 1 Messerspitze Kardamom, 1 Messerspitze Zimt, 1 Messerspitze Nelkenpulver, Abrieb von ½ Bio-Zitrone, 1 Prise Salz, 175 g kalte Butter (in Stückchen), 3 Eigelb
  • Belag: 250–300 g dunkles Beerengelee (z. B. Brombeer oder schwarze Johannisbeere), 3 Eiweiß, 1 EL Zitronensaft, 220 g Puderzucker, 75 g gemahlene Mandeln


Instructions

  1. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Für den Boden Mehl, Zucker, Gewürze, Zitronenabrieb, Salz und Butter zu Streuseln verarbeiten, Eigelb einarbeiten und zu einem Teig formen.
  3. Teig auf dem Blech ausrollen und vorbacken, ca. 10–12 Minuten.
  4. Beerengelee auf dem vorgebackenen Boden verteilen.
  5. Eiweiß steif schlagen, Zitronensaft und Puderzucker nach und nach unterrühren, gemahlene Mandeln unterheben.
  6. Baiser-Masse auf das Gelee geben und ca. 20–25 Minuten backen, bis die Oberseite goldbraun ist.
  7. Abkühlen lassen, in Riegel schneiden und servieren.

Notes

  • Die Schnitten lassen sich gut vorbereiten und halten sich luftdicht verschlossen einige Tage.
  • Für eine intensivere Fruchtnote kann man das Gelee leicht erwärmen und pürieren, bevor es aufgetragen wird.
  • Optional: Mit Puderzucker bestäuben vor dem Servieren.
  • Prep Time: 25 Minuten
  • Cook Time: 30 Minuten
  • Category: Plätzchen / Gebäck
  • Method: Backen
  • Cuisine: Deutsch

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich das Beerengelee durch Marmelade ersetzen?
Ja, aber am besten ungesüßte oder leicht gesüßte Sorten verwenden, damit das Baiser nicht zu süß wird.

Warum fällt das Baiser zusammen?
Eiweiß zu früh oder zu lange schlagen, oder zu hoher Zuckeranteil kann das Baiser instabil machen.

Kann ich Mandeln durch Haselnüsse ersetzen?
Ja, das gibt einen leicht nussigeren Geschmack.

Wie schneide ich die Schnitten sauber?
Mit einem scharfen Messer schneiden, ggf. zwischen den Schnitten das Messer kurz abwischen.

Kann ich die Schnitten vorbereiten?
Ja, sie lassen sich 2–3 Tage vorher zubereiten und luftdicht aufbewahren.

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